WILLKOMMEN BEI INSOMI e.V.

Viel erreicht – viel zu tun: INSOMI sagt danke

 

Liebe Freunde, Interessierte, Mentoren und Vereinsmitglieder von INSOMI,
was für ein Jahr liegt hinter INSOMI ! Vor 12 Monaten als Verein noch nicht mal angemeldet und auf dem Weg durch den Verwaltungsdschungel, können wir heute alle voller Stolz auf das bisher Erreichte zurückblicken.

Zwei Betätigungsfelder hatten wir vorangetrieben. Die Übernahme von Mentorenschaften und die Schaffung von innovativen, bunten und integrativen Wohnquartieren für verschiedene Bevölkerungsschichten, unter anderem eben auch Flüchtlinge. Anfangs war Klinkenputzen angesagt, networking wie es heute heisst, um INSOMI etwas bekannter zu machen und um uns Gehör zu verschaffen. Mit der äusserst strukturierten Vorgehensweise beim Thema Mentorenschaften erfuhren wir sehr schnell eine positive Resonanz und ernteten Anerkennung und Lob, Türen öffneten sich recht bald. Die Eröffnung der GU in Freiham begleiteten wir schon als Partner der Inneren Mission.

Ein weltoffener Spirit

Angefangen mit 20 Mitgliedern, sind in der Zwischenzeit weitere zu uns gestoßen und auch zahlreiche Menschen, die für INSOMI als Mentoren tätig werden wollten. Ein wunderbarer Kreis von aufgeschlossenen, hoch engagierten und motivierten Menschen hat zueinander gefunden, die ein weltoffener Spirit prägt. Allesamt haben wir uns auf die Fahne geschrieben, einen Hauch zur Herkulesaufgabe der langfristigen Integration von Flüchtlingen in Deutschland beizutragen. Inzwischen wurden eine Reihe von Mentoren und Mentees „gematcht“ und haben durch zahlreiche Begegnungen ihre Mentorenschaft mit Leben erfüllt. Mit der Zeit kamen immer neue Themen hoch, auch solche, die nicht unbedingt zu unserem üblichen Alltag gehören. Improvisation war gefragt, Tränen der Freude und des Leids flossen, andererseits spiegelte sich das Lachen von Kindern und die Dankbarkeit der Erwachsenen in unseren Gesichtern wider.

Nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen

Nicht alles war Friede, Freude, Eierkuchen, und schnell mussten wir lernen, dass manches etwas länger dauert, was wir uns so vorgenommen hatten. Es prallen eben auch Welten, Kulturen, Religionen aufeinander, die erst mal zueinander finden können müssen. Aber was bleibt uns übrig ? Wir sitzen alle in einem Boot und es gibt nur den Blick nach vorne. Wie sagte gestern ein seit 30 Jahren in Deutschland lebender Iraner zu seinen Landsleuten in Freiham ? Wir Mentoren wollen die Flüchtlinge unterstützen, wir reichen ihnen liebend gerne die Hand. Aber sie müssen im Gegenzug auch uns Mentoren unterstützen, indem sie die deutsche Sprache lernen, eine Ausbildung machen, arbeiten, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, sich organisieren, sich mit Land und Leuten auseinandersetzen. Ansonsten haben wir alle verloren.

Mit dem Quartierkonzept ging es deutlich zäher und auch frustrierender voran, vielleicht, weil wir mit unseren Ideen und Überlegungen schon weiter sind als die öffentliche Hand, „die“ Politik, die Stadt München und seine Landkreise und nicht zuletzt die Kirchen. Es ist nicht der Eindruck von der Hand zu weisen, dass entsprechende Kreise angesichts des vermeintlich nachlassenden Drucks meinen, das Wohnungsproblem aussitzen zu können. Container, inzwischen etwas farbiger und schöner als noch im Vorjahr, werden vermehrt gebaut, das ja, mit Haltbarkeitsdatum 5 Jahre. Wir sehen darin aber keine Lösung für ein gemeinsames, friedliches und spannungsfreies Wohnen mit- und nebeneinander. Einen wirklichen Flaschenhals bilden in München Grundstücke von Stadt, Gemeinden, dem Staat und nicht zuletzt von Privaten und Kirchen. Und die wenigen, die es gibt, gehen dann gerne meistbietend weg …. Es steht zu befürchten, dass INSOMI mit dem Quartierkonzept nur schwer weiter kommt, wenngleich wir alles daran setzen werden, unser Konzept doch in einem Pilotprojekt umsetzen zu können.

Countdown to midnight. Retro style clock counting last moments before Christmas or New Year 2017 next to decorated fir tree. View from above.

Neue spannende Projekte für 2017

Für das Neue Jahr haben wir ein paar spannende und hochinteressante Projekte in der Pipeline. Unser Ziel ist außerdem, weitere Mentoren zur Übernahme von Mentorenschaften zu gewinnen. Ein erster Schritt dahin wird hoffentlich unser Stand auf der Freiwilligen-Messe am 22. Januar 2017 im Gasteig sein. Außderdem müssen wir uns selbstkritisch hinterfragen, wo wir noch besser werden können.

 

Zum Schluss gilt allen ein riesengroßer, unbeschreiblicher Dank. Dank, dass ihr eure Zeit dem Verein im Kleinen und unserer Gesellschaft im Großen zur Verfügung stellt, obwohl jeder von uns täglich im vollen Saft steht. Das positive Feedback, das wir immer wieder zu hören bekommen, gilt jedem Einzelnen von euch. Ihr alle tragt dazu bei, dass mit jeder Stunde, die ihr mit euren Schützlingen verbringt oder die ihr anderweitig den Verein unterstützt, ein Stückchen Integration gelebt wird.

Zum nunmehr wirklichen Schluss noch eine Personalie. Unsere Mentorenbetreuerin, Caren Glück-Kretschmer, wird uns aus beruflichen Gründen zum Jahresende leider schon wieder verlassen. Für INSOMI gewinnen konnten wir Annette Sommer, dem einen oder anderen schon bekannt, die ab 01.01.2017 jeweils dienstags zwischen 18 und 19 Uhr sowie freitags von 11-12 Uhr nicht nur, aber auch für Mentoren und ihre Sorgen telefonisch erreichbar sein wird. Caren ein herzliches Dankeschön und Annette ein ebenso herzliches Willkommen.

Euch und euren Lieben ein wunderschönes Weihnachtsfest, ein paar Stunden der Ruhe und der Besinnung sowie einen guten Rutsch in ein friedliches 2017 mit vielen Momenten des Glücks und der Freude

wünscht euch und Ihnen stellvertretend für den ganzen Vorstand – Karin Fink, Ulrike Kastenbauer und Sebastian Brandis – Christian Meeder

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