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تولدت مبارک – Herzlichen Glückwunsch! Zum Geburtstag und mehr

Raza, unser iranischer Schützling, hatte vergangenes Wochenende Geburtstag, seinen 44. An dem hochsommerlichen Sonntag luden wir ihn mit seiner Tochter zu einem Spaziergang im Englischen Garten mit anschließendem Biergartenbesuch am Großhesseloher See ein. Unsere fünfköpfige Familie, unsere zwei Hunde sowie unser Gasthund trafen sich mit Beiden an der Eisbachwelle am Haus der Kunst.

Doppelt gratuliert

Wir gratulierten Raza zweifach: einmal mit einem kleinen Geschenk für die kommende Herbstzeit zu seinem Geburtstag und – was ja noch viel bedeutender war – zu seinem neuen Job. Denn seit etwa drei Wochen war er über eine Zeitarbeitsfirma festangestellt in einem Betrieb, der Teile für die Kommunikationsindustrie montiert. Zum ersten Mal in Deutschland eine 40 Stunden-Arbeitswoche für Raza, eine Woche Frühschicht, eine Woche Spätschicht. Ganz schön anstrengend für den Anfang. Aber, wie er erzählte, ist er froh, dass er einen Job hat, dem Staat nicht auf der Pelle liegt und ein festes Einkommen hat.

Mit großen Schritten voran

Vor gut zweieinhalb Jahren kamen Vater und Tochter nach Deutschland. Heute schreitet die Integration in großen Schritten voran. Wir hatten uns drei Wochen nicht mehr gesehen und waren höchst erstaunt, wie sich seine Deutschkenntnisse zwischenzeitig weiterhin verbessert hatten. Ehrgeiz, Wille, Geduld und Glaube an die Zukunft zeigen jetzt tolle Ergebnisse. Hut ab, Raza!

Es gibt viel zu erzählen

Nach dieser ausführlichen Begrüßung bestaunten wir die Eleganz und das Können der Surfer auf der Eisbachwelle, bevor wir durch den Englischen Garten schlenderten. Wir hatten uns viel zu erzählen. Seine Tochter war für vier Wochen bei ihrer Tante in Norwegen, ganz weit draußen auf dem Land, und hatte ihr bei den alltäglichen Aufgaben einer jungen Mutter beigestanden. Unserer Mutter brachte sie eine sehr schöne Bluse als Mitbringsel aus Norwegen mit. Wirklich ganz, ganz lieb.

Ein vollkommen entspannter Nachmittag

Wir unterhielten uns über Razas Großfamilie und Verwandtschaft, er zeigte uns Bilder seiner bildhübschen Frau, die aufgrund ihrer Religion nicht nach Deutschland nachziehen möchte, und seiner zweiten Tochter, die auch noch im Iran lebt. Ein sonniger, vollkommen entspannter Nachmittag, wir lachten viel, alberten herum und die Beiden nahmen immer wieder die Hunde zu sich, spielten mit ihnen oder führten sie an der Leine.

Das Ankommen als größtes Geschenk

Angekommen im Biergarten, suchten wir uns einen schönen Platz in der Sonne direkt am See. Dann besorgten wir uns etwas zum Essen und Trinken und blieben, bis die Sonne verschwunden war. Danach schlenderten wir zurück zur Eisbachwelle, wo wir uns dann voneinander verabschiedeten. Die Beiden bedankten sich x-mal für den schönen Nachmittag. Ja, es war auch für uns ein Geschenk zu sehen, wie toll sich die Beiden entwickelt haben, wie sie sich um ein Eintauchen in die deutsche Gesellschaft mit großem Fortschritt und Erfolg bemühen. Herzlichen Glückwunsch!